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2. November 2026

Ab dem 2. November sind wir eine GbR, und wir bauen Agentenbüros

KI Maschine wird zur GbR mit zwei gleichberechtigten Gesellschaftern. Was wir bauen, sind Agentenbüros: wiederkehrende Büroarbeit wird vorbereitet, freigegeben wird von einem Menschen, und alles läuft auf dem Server deines Betriebs.

Zwei Roboter halten gemeinsam eine große Schere und durchschneiden ein quer durch eine Werkstatttür gespanntes Band, dahinter eine Werkbank mit Kisten, Dosen und einer Lampe.

Zum 2. November 2026 ist KI Maschine eine GbR. Zwei Gesellschafter zu gleichen Teilen, Martin Sokolowski und Miguel Marquez Gonzales, zwei Entwickler mit je rund 25 Jahren Erfahrung, acht davon Seite an Seite in derselben Firma. Die Rechtsform ist neu, die Arbeit nicht.

Was wir bauen

Wir nennen es Agentenbüro. Stell dir einen Montagmorgen vor. Um halb sieben ist noch niemand im Haus, aber im Postfach liegen Lieferantenrechnungen vom Wochenende, zwei Anfragen über das Kontaktformular und das Diktat einer Besprechung vom Freitag.

Bis acht Uhr ist daraus eine Mappe geworden. Zu jeder Rechnung gibt es einen Buchungsvorschlag mit erkanntem Lieferanten, Positionen und zugeordnetem Konto. Zu den Anfragen liegt je ein Angebotsentwurf bereit, der sich an euren letzten Angeboten für ähnliche Aufträge orientiert. Aus dem Diktat ist ein Protokoll mit Aufgabenliste geworden, mit Namen dahinter.

Nichts davon ist verschickt. Nichts davon ist gebucht. Es liegt da und wartet.

Dann kommt ein Mensch, sieht sich die Mappe an und entscheidet. Die erste Rechnung geht durch. Bei der zweiten stimmt das Konto nicht, er korrigiert es. Das Angebot an den Kunden, mit dem es letztes Jahr Ärger gab, schreibt er lieber selbst. Was er freigibt, läuft weiter. Was er nicht freigibt, passiert nicht.

Was du davon hast

Der Unterschied ist nicht kosmetisch. Eine Maschine, die einen Entwurf schreibt, nimmt niemandem den Beruf weg. Sie nimmt der Buchhaltung die zwanzig Minuten ab, die sonst für das Abtippen von Rechnungsnummern draufgegangen wären, und sie nimmt dem Vertrieb den Kaltstart beim Angebot ab. Übrig bleibt die Arbeit, für die jemand eingestellt wurde, nämlich das Prüfen und das Entscheiden.

Die Freigabe bleibt beim Menschen, und dafür gibt es einen nüchternen Grund. Ein Agent irrt sich. Er liest eine Rechnungssumme falsch, er ordnet einen Lieferanten der falschen Kostenstelle zu, er schreibt in ein Angebot einen Liefertermin, den ihr nicht halten könnt. Ein Fehler in einem Entwurf, der auf dem Bildschirm liegt, kostet dreißig Sekunden. Derselbe Fehler in einer Zahlung, die schon raus ist, kostet einen Vormittag und einen unangenehmen Anruf.

Deshalb bauen wir es so herum. Der Agent bereitet vor, der Mensch gibt frei. Das hat einen angenehmen Nebeneffekt. Ein System, bei dem ein Mensch die Freigabe erteilt, bestellt sich nicht selbst den nächsten Lauf und schickt nicht nachts eine Serie von Mails raus, die niemand gelesen hat. Gegen jeden Fehler hilft das nicht, gegen die teuren hilft es.

Alles läuft dabei auf dem Server des Betriebs. Die Rechnungen, die Angebote, die Protokolle und die Vorlagen liegen dort, wo auch sonst eure Daten liegen, und nicht in einem Konto, das irgendwann teurer wird oder die Bedingungen ändert.

Was bei uns selbst läuft

Wir betreiben, was wir bauen. Unsere Cloud mit Dateien, Kalendern und Kontakten, unser Mailserver, der Passwortmanager fürs Team, der Git-Server und diese Website laufen auf einem Server, den wir selbst betreiben. Gesichert wird auf mehreren Ebenen, eine Kopie liegt außer Haus, und für den Totalausfall gibt es einen aufgeschriebenen Wiederherstellungsplan. Der fängt beim Passwortsafe an, weil ohne ihn der Rest nicht aufschließbar ist, und die zwei Zugänge dafür stehen auf Papier.

Dieser Blog ist das zweite Beispiel. Er wird von elf Agenten geschrieben, die nach einer Schule arbeiten, also nach einem Satz Regeln in einer Datenbank. Darin steht, wen wir ansprechen, wie wir schreiben, welche Wörter wir nicht benutzen und welche Behauptungen wir belegen können. Jede Regel hat eine Begründung und ein Beispiel dabei. Ein Prüflauf meldet, wenn ein Entwurf dagegen verstößt, bevor ihn jemand liest.

Danach liegt der Beitrag als Entwurf da und wartet auf einen Menschen. Der liest ihn, streicht, korrigiert und gibt frei. Auch diesen hier.

Das ist derselbe Aufbau wie im Agentenbüro. Regeln an einer Stelle, Agenten, die danach arbeiten, eine Prüfung vor der Ausgabe und eine Freigabe durch einen Menschen am Ende.

Welches Sprachmodell, entscheidest du

Die Wahl des Modells gehört dem Betrieb, nicht uns. Ein öffentliches Modell über eine Schnittstelle ist eine legitime Wahl, ein Modell auf eigener Hardware im Haus ebenso, und für unterschiedliche Aufgaben können es unterschiedliche sein. Die Entscheidung lässt sich später ändern, weil das Modell ein austauschbarer Baustein bleibt und die Daten und das System dir gehören.

Was wir nicht behaupten, ist, dass nichts das Haus verlässt. Wer über eine Schnittstelle publiziert oder ein Modell in der Cloud nutzt, schickt Daten dorthin. Das gehört auf den Tisch, bevor gebaut wird, nicht danach. Souveränität heißt bei uns Wahlfreiheit und keine Abhängigkeit, und dazu gehört, offen zu sagen, wo die Grenze verläuft.

Wenn du wissen willst, was das bei dir hieße

Schreib uns. Nenn eine wiederkehrende Aufgabe aus deinem Betrieb, die jede Woche Zeit frisst, und wir sagen dir, ob sich dafür ein Agentenbüro lohnt oder ob eine gewöhnliche Automatisierung günstiger ist.

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